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Sama: Erfahrungen, Bezahlung und ob eine Bewerbung aus DACH möglich ist

Dienstleister mit fest angestellten Teams, die Daten beschriften und Online-Inhalte prüfen – kein offenes Portal für Einzelpersonen.
Für DACH nicht nutzbar

Sama (früher Samasource) ist keine Plattform, bei der du dich einfach online anmeldest. Sama ist ein Dienstleister für andere Firmen. Die Arbeit – Daten beschriften („Annotation“) und Online-Inhalte prüfen („Content-Moderation“) – machen fest angestellte Teams in eigenen Arbeitszentren. Diese stehen vor allem in Kenia, Uganda und Indien. Für Jobsuchende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es hier also nichts zu holen. Dazu kommt: Sama steht aktuell wegen mehrerer laufender Gerichtsverfahren in der Kritik.

Bezahlung

Sama zahlt ein festes Gehalt – keinen Lohn pro Aufgabe oder Stunde wie bei Gig-Plattformen. Das US-Magazin TIME hat 2022 recherchiert: Content-Moderatoren bekommen rund 2,20 US-Dollar pro Stunde, das sind etwa 40.000–50.000 Kenia-Schilling (KES) netto im Monat. Vorher waren es rund 1,50 US-Dollar pro Stunde. Das Bewertungsportal Glassdoor nennt für Nairobi teils niedrigere Werte (ca. 35.000–45.000 KES pro Monat). Wichtig: Diese Zahlen gelten für die am schlechtesten bezahlte Moderator-Gruppe in Ostafrika. Für dich sind sie ohne Bedeutung – für Bewerber aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz gibt es schlicht keine bezahlte Rolle.

Bewerbungs-Hürde

Du kannst dich bei Sama nicht selbst online anmelden. Die Firma sucht ihre Leute vor Ort: Über das eigene Programm „AI 101“ stellt sie gezielt Menschen aus benachteiligten Verhältnissen in Ostafrika und Indien ein. Auf der offiziellen Job-Seite gibt es inzwischen einen gelisteten Weg als „Data Training Agent“ (Kraft für KI-Trainingsdaten). Angeworben wird dafür aber vor Ort in Ostafrika und Indien. Am Ergebnis ändert das nichts: Aus DACH bleibt der Weg verschlossen. Eine einzelne Bewerbung als KI-Trainer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist also nicht vorgesehen.

Wird DACH akzeptiert?

Nein. Es gibt keine offene Anmeldung – weder für Deutschland, Österreich oder die Schweiz noch für andere Länder. Gearbeitet wird als fest Angestellter in echten Arbeitszentren in Kenia, Uganda und Indien. Bewerber aus dem deutschsprachigen Raum werden nicht angenommen. Auch eine Warteliste gibt es nicht.

Klagen & Reputation

Mehrere laufende Gerichtsverfahren belasten den Ruf. Erstens: das Verfahren „Motaung gegen Meta/Sama“ in Kenia (seit 2022/2023). Die Kläger werfen Sama unter anderem Zwangsarbeit vor. Dazu die unfaire Entlassung von über 180 Moderatoren auf einen Schlag (Januar 2023) und zu wenig psychologische Betreuung. Ein Urteil wurde für Februar 2026 erwartet, dann aber vertagt – Stand August 2026 läuft das Verfahren weiter. Zweitens: die Datenschutz-Klagen rund um die Meta-KI-Brille. Inzwischen laufen über ein Dutzend Sammelklagen (mehrere Betroffene klagen gemeinsam) direkt gegen Sama. Eingereicht haben sie Nutzer der Meta-KI-Brille – wegen der Verarbeitung privater Aufnahmen. Der Vorwurf: Mitarbeiter an Samas Standort Nairobi sollen Aufnahmen von Nutzern angeschaut haben, ohne dass diese davon wussten. Meta hat den Vertrag mit Sama daraufhin beendet. Drittens: Im Juli 2026 hat der Versicherer Travelers gegen Sama geklagt. Er will die Kosten für Samas Verteidigung in diesen Fällen nicht mehr tragen. Zusätzlich ermitteln die britische Datenschutzbehörde (ICO) und der Generalstaatsanwalt von Texas. All das ist aktuell – keine alte Geschichte.

Quellen: BHRRC-Fallprofil Motaung · BHRRC zur Urteils-Vertagung (12.02.2026) · Euronews (06.03.2026) · The Next Web (01.05.2026) · Bloomberg Law zur Travelers-Klage (Juli 2026) · Business Insurance (Juli 2026).

Worker-Realität

Sama wirbt mit „ethischer KI“ und trägt das B-Corp-Siegel (eine Auszeichnung für sozial verantwortliche Firmen). Der Alltag der Beschäftigten sieht anders aus. Moderatoren berichten von psychischen Schäden bis hin zu PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) – ausgelöst durch brutale Bilder und Videos. Dazu kamen Massenentlassungen mit kurzer Frist: über 180 Moderatoren 2023, rund 1.108 Daten-Beschrifter 2026. Und der Vorwurf, dass Beschäftigte intime bzw. sensible Aufnahmen angeschaut haben. In Presse und Foren dominieren diese Skandale. Kurz: Sama ist kein Betrug – aber eine Firma mit großen rechtlichen Problemen und schwer beschädigtem Ruf.

Unser Fazit (Für DACH nicht nutzbar): Für dich als Jobsuchenden in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bringt Sama nichts: keine offene Anmeldung, keine bezahlte Rolle. Dazu belasten mehrere laufende Klagen den Ruf erheblich. Als Nebenverdienst ist Sama nicht empfehlenswert – und schlicht nicht bewerbbar.
Transparenzhinweis: Für Sama erhalten wir keine Provision. Sama verkauft seine Dienste nur direkt an große Firmen und hat kein Empfehlungs- oder Partnerprogramm. Es besteht keinerlei geschäftliche Verbindung zu diesem Eintrag.

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Häufige Fragen zu Sama

Nimmt Sama Bewerber aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz an?
Nein. Sama hat keine offene Online-Anmeldung. Die Firma arbeitet nur mit fest angestellten Teams in eigenen Arbeitszentren in Ostafrika (Kenia, Uganda) und Indien. Für Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es weder einen Job noch eine Warteliste.
Wie viel verdient man bei Sama?
Sama zahlt ein festes Gehalt, keinen Lohn pro Auftrag. Für Content-Moderatoren (Prüfer von Online-Inhalten) in Ostafrika werden seit 2022 rund 2,20 US-Dollar pro Stunde berichtet – etwa 40.000–50.000 Kenia-Schilling (KES) netto im Monat. Auf Glassdoor stehen teils niedrigere Werte. Diese Zahlen gelten nur für Angestellte vor Ort. Aus DACH kannst du hier nichts verdienen, weil es keine Rolle gibt, auf die du dich bewerben kannst.
Ist Sama seriös?
Sama ist eine echte, etablierte Firma und kein Betrug. Aber 2026 laufen mehrere Verfahren: das Motaung-Verfahren in Kenia (Vorwürfe u. a. Zwangsarbeit und Massenentlassung; Urteil vertagt, Stand August 2026) und über ein Dutzend Datenschutz-Sammelklagen direkt gegen Sama rund um die Meta-KI-Brille (Sammelklage heißt: mehrere Betroffene klagen gemeinsam). Im Juli 2026 hat zudem der Versicherer Travelers gegen Sama geklagt – er will die Verteidigungskosten nicht mehr tragen. Dazu ist die starke psychische Belastung der Moderatoren gut belegt. Der Ruf der Firma ist dadurch schwer beschädigt.

Angaben Stand 20. August 2026, aus mind. 2 unabhängigen Quellen verifiziert, ohne Gewähr — Konditionen können sich ändern. Keine Rechts- oder Steuerberatung.